21. März 2024 – Radio Brocken
Gerade wenn der Frühling beginnt und wieder milde Temperaturen herrschen, wächst der Rasen schnell und muss zwei bis drei Mal die Woche gemäht werden. Mähroboter sind nützliche Helfer, die einen bei genau dieser Gartenarbeit entlasten können.
Viele Roboter versprechen in der Theorie hunderte von Quadratmeter an Rasen in einer Woche mähen zu können. Doch wie sieht es in der Praxis aus und was passiert, wenn die eigenen Kinder auf der Wiese spielen? Stiftung Warentest hat sich zur Klärung dieser Fragen acht Mähroboter angeguckt und überprüft, was diese auf dem Kasten haben. Doch überzeugen konnte keiner so wirklich.
Hindernisse und Kinderfußattrappen
Getestet wurden acht Mähroboter im Preissegment von 450 Euro bis 1590 Euro. Sie versprachen ein reibungsloses Mähen von Flächen bis zu 700 Quadratmeter. Sechs der Roboter funktionierten mit Begrenzungsdraht und zwei mit einer Kamera zur Navigation. Drei Experten bewerteten die Schnittqualität, das Erscheinungsbild und das Bewältigen von Hindernissen. Dabei mussten die Roboter auf einem 200 Quadratmeter Feld mit Hindernissen fünfmal die Woche je zwei Stunden ihr Können beweisen. Ein anderes Testfeld hatte die Größe, welche vom Hersteller jeweils als maximal angegeben wurde. Hier kamen noch Bäume, Wurzelwerk und Engstelle inklusive Hangneigung hinzu. Zwischen Juni und Oktober fuhren die Mähroboter dann unter gleichen Rasen- und Wetterbedingungen für die Prüfung.
Bei der Zuverlässigkeit zeigte sich, wie schnell und einfach die Geräte nach einem Ausfall wieder in Gang gesetzt werden konnten. Auch die notwendige Mähzeit für die angegebene Fläche wurde überprüft.
Die Gebrauchsanweisung wurde von einem Experten bewertet. Die Auswertung von Montage und Einrichtung sowie Einwintern und Wartung übernahmen drei erfahrene Nutzer.
Sicherheit
Die Sicherheit der Roboter war ein anderer wichtiger Punkt des Tests. Bei der Elektronik wurde der Aufbau und die Kennzeichnung von Mäher und dazugehöriger Ladestation überprüft. Bei der Mechanik legte man das Augenmerk auf die Stopp-Funktion, welche den Mäher ausschaltet, sobald diesem etwas in die Quere kommt. Getestet wurde hierbei mit einem Prüffuß in Erwachsenen- und Kindergröße sowie einer Kinderarmattrappe.
Zum Thema Umwelt wurde für den Igelschutz betrachtet, ob die Zeitfensterprogrammierung funktioniert. Beim Akkuwechsel überprüfte man, inwiefern dieser allein gelingt, oder Zusatzkosten für einen Wechsel vom Kundendienst anfallen könnten.
Trotz hoher Preise kein gutes Ergebnis
Selbst die besten Mäher des Tests erhielten nur ein ,,befriedigend“ mit 2,6 als Gesamtnote. Zwei davon waren der ,,Husqvarna Automower Aspire R4“ für 1090 Euro und der ,,Gardena Smart Sileno City“ für 1100 Euro. Der Roboter von Husqvarna hatte mit einer Teilbewertung von 1,7 für das Mähen die Nase vorn. Auch die Handhabung wurde mit einem ,,gut“ bewertet. Bei der Sicherheit gab es allerdings, wie bei fast allen anderen Robotern, starke Abzüge. Hier wurden die Prüfungen mit Attrappen nicht bestanden. Das Schlusslicht bildete der ,,Stiga G 600“ für ganze 1590 Euro. Dieser erhielt eine Bewertung von 5,0 und fiel somit als ,,mangelhaft“ durch. Das Mähen und die Handhabung wurden noch mit ,,befriedigend“ bewertet wohingegen das Überfahren des simulierten krabbelnden Kindes für eine 5,0 in Sicherheit führte.