27. März 2025 – Radio Brocken
Stiftung Warentest hat Sonnencremes speziell fürs Gesicht getestet: Das sind die Ergebnisse.
Sonnenschutz ist ein Muss, doch wie sicher sind die Produkte wirklich?** Die Stiftung Warentest hat 14 Sonnencremes speziell fürs Gesicht genauer unter die Lupe genommen – und die Ergebnisse sind ein Wechselspiel aus Licht und Schatten. Während acht Produkte mit guten Noten überzeugen, offenbaren sich bei anderen bedenkliche Schwächen: Zwei Cremes schützen nicht ausreichend vor UV-Strahlung, vier weitere sind mit einem potenziell schädlichen Weichmacher belastet.
UV-Schutz: Zwei Produkte fallen durch
Die gute Nachricht zuerst: 12 der 14 getesteten Cremes halten den angegebenen Lichtschutzfaktor ein. Doch zwei Produkte enttäuschen auf ganzer Linie und rasseln mit der Note „mangelhaft“ durch. Beide setzen ausschließlich auf den mineralischen UV-Filter Zinkoxid – ein Ansatz, der laut Stiftung Warentest kaum verlässlich funktioniert. „Es scheint schwer bis unmöglich, allein mit Zinkoxid einen zuverlässigen UV-Schutz zu garantieren“, resümieren die Tester.
Weichmacher in vier Cremes nachgewiesen
Noch alarmierender ist jedoch der Fund von Di-n-hexylphthalat (DnHexP), einem fortpflanzungsgefährdenden Weichmacher, in vier der getesteten Cremes. Dieser Stoff kann als Nebenprodukt bei der Herstellung des Sonnenschutzfilters DHHB entstehen. Zwar gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarnung hinsichtlich akuter Gesundheitsgefahren, doch für die betroffenen Produkte reichte es nicht über die Note „befriedigend“ hinaus.
Die Testsieger – Qualität hat ihren Preis
Wer auf Nummer sicher gehen will, muss tief in die Tasche greifen: Mit der Note 1,7 liegen die „Oil Control Face Sun Gel-Creme“ von Eucerin und das „Super UV Sonnenschutzfluid mit Hyaluronsäure“ von Garnier Ambre Solaire an der Spitze. Doch die Qualität hat ihren Preis – 50 Milliliter kosten stolze 22,45 bzw. 16,24 Euro.
Günstige Alternativen überzeugen
Für preisbewusste Sonnenschützer gibt es eine erfreuliche Alternative: Das „Sundance Med Ultra Sensitiv Sonnenfluid“ von dm erreicht mit der Note 1,8 fast die gleiche Bewertung – und das für nur 5,25 Euro pro 50 Milliliter.
Klassische Sonnencremes: Sparsam, aber mit Tücken
Wer noch günstiger unterwegs sein möchte, kann zur herkömmlichen Sonnencreme greifen. Diese schützt in der Regel ebenso gut, birgt jedoch das Risiko, in die Augen zu gelangen und dort unangenehmes Brennen auszulösen. Stiftung Warentest rät daher, die Augenpartie bei herkömmlichen Produkten besser auszusparen.
Fazit: Sonnenschutz bleibt ein Balanceakt
Ob teuer oder günstig – ein Blick auf die Testergebnisse lohnt sich. Während viele Produkte zuverlässig schützen, sollten Verbraucher bei der Wahl ihrer Sonnencreme auch mögliche Risiken im Auge behalten. Denn gerade bei einem täglichen Begleiter wie der Sonnencreme darf Sicherheit nicht auf der Strecke bleiben.